DNA Tests - Alle Circle L Skipper W - Hengste - Gendefekt frei!

Durch das Labor LABOKLIN in Bad Kissingen, wurden die Hengste auf die Erbkrankheiten: GBED, HERDA und PSSM getestet.
 

Alle 6 Quarter Horse Hengste sind dort mit dem Ergebnis: N/N getestest worden

Smooth N Chill

CL Silent Badger

CL Silent Staint

Smooth N Cody

Silent Ark

Sailduino

Bis vor kurzem wurde GBED als Krankheit nicht erkannt, dies v.a. auch aufgrund der vielfältigen klinischen Symptome, die anderen Fohlenerkrankungen sehr ähneln. Darüberhinaus konnten post-mortem Routine-Färbungen von Muskelgewebe die Erkrankung nicht aufdecken.Seit die Molekularbiologie einen genetischen Defekt nachweisen und einen Gentest zur Verfügung stellen konnte, zeigen epidemiologische Untersuchungen, dass die Frequenz der Mutation bei QH, Paints und verwandten Blutlinien bei ca 10% liegt; es wird vermutet, dass GBED für mindestens 3% der QH-Aborte verantwortlich ist.

Betroffenen Fohlen fehlt das GBE, ein Enzym, das zur regulären Glykogen-Synthese und Lagerung benötigt wird. Die hauptsächlich davon abhängigen Gewebe sind die Skelettmuskulatur, der Herzmuskel sowie das Gehirn.

Klinisch äussert sich GBED durch:
-Aborte, Totgeburten oder die Geburt lebensschwacher Fohlen
-plötzlicher Herztod -v.a. auf der Weide- oder Tod durch Anfallserkrankung
-hohe Atemfrequenz durch Schwächung der Atemmuskulatur
-generelle Schwäche, v.a. beim Aufstehen

Alle bisher bekannt gewordenen Fälle wurden euthanasiert oder starben bis zum Alter von max. 18 Wochen.

-------

Hereditary equine regional dermal asthenia (HERDA) ist eine degenerative Hauterkrankung, die QH-Zuchten betrifft. Innerhalb der Population liegt die Träger-Frequenz der autosomal rezessiv vererbten Erkrankung bei ca. 1.8 - 6.5%.

Fohlen werden normalerweise symptomfrei geboren; Hautareale, die später Läsionen entwickeln, sind fokal und uneinheitlich über den Körper verteilt. Hauptsächlich betroffen ist allerdings die Rückenpartie und folgerichtig wird die Erkrankung oft erst entdeckt, wenn die Pferde „unter den Sattel“ kommen – mit ca. 2 Jahren.
Die Haut der betroffenen Pferde ist extrem überdehnbar, narbig und weißt oft schwere Läsionen auf.
Histologische Untersuchungen können vereinzelt nur Hinweise auf die Erkrankung geben, diese aber nicht diagnostizieren.

-------

PSSM ist eine das Pferd schwächende bis möglicherweise lebensgefährdende Glykogen-Speicher-Krankheit, die in verschiedenen Pferdezuchten verbreitet ist. Betroffen sind v.a. QH, American Paints, Appaloosas, aber auch Zugpferde sowie Warmblüter und Kreuzungen aller genannten.
Gekennzeichnet ist die Erkrankung durch die Anhäufung anormaler Polysaccharide wie auch die übermässige Anhäufung normaler Zucker im Muskel.
 
Die klinischen Symptome sind „kreuzverschlagähnlich“ und umfassen die gesamte Bandbreite von Bewegungsunlust, Muskeltremor, Muskelsteifheit, Schwitzen, wechselnde Lahmheiten, Ausstrecken der Hinterbeine bis hin zur Bewegungsunfähigkeit. Die Episoden beginnen meistens nach 10-20 Minuten leichter Arbeit.  Die Muskeln der v.a. betroffenen Hinterhand sind oft hart und schmerzen. Viele Pferde haben eine Vorgeschichte wiederholter Phasen von Muskelproblemen. Bei ausgeprägter Symptomatik kann es zur Myoglobinurie und evtl. daraus resultierenden Nierenproblemen kommen.
Insgesamt wird PSSM für einen Grossteil der neuromuskulären Erkrankungen in den betroffenen Zuchten verantwortlich gemacht.

Die PSSM folgt einem autosomal dominanten Erbgang. Es gibt drei Genotypen:
1. Genotyp N/N (homozygot gesund): Dieses Pferd trägt die Mutation nicht und wird nicht an PSSM erkranken. Es kann die Mutation nicht an seine Nachkommen weitergeben.

2. Genotyp N/PSSM (heterozygoter Träger): Dieses Pferd trägt eine Kopie des mutierten Gens. Aufgrund des dominanten Erbgangs hat das Pferd ein hohes Risiko an PSSM Typ I zu erkranken.

3. Genotyp PSSM/PSSM (homozygot betroffen): Dieses Pferd trägt zwei Kopien des mutierten Gens und hat ein extrem hohes Risiko an PSSM Typ 1 zu erkranken. Er wird die Mutation zu 100 % an seine Nachkommen weitergeben.

-------

 Aufgrund der Nicht-"Impressive" Abstammung, sind die Hengste selbstverständlich auch Hypp Negativ.

Die Hyperkaliämische Periodische Paralyse (HYPP) ist eine Muskelerkrankung beim Quarter Horse, die durch Muskelkrämpfe, Schwäche und/oder Kollaps unterschiedlicher Intensität und Frequenz gekennzeichnet ist. HYPP beruht auf der Mutation einer Base im Gen, welches für den Natrium-Kanal kodiert. Der Erbdefekt wird autosomal dominant vererbt. Das bedeutet, dass bei Verpaarung von einem heterozygoten Pferd (N/H) mit einem normalen Pferd (N/N) die Nachkommen mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % an HYPP erkranken. Reinerbige Träger des HYPP-Gens (H/H) auf beiden Chromosomen sind äußerst selten. Diese Pferde erkranken noch schwerer an HYPP als mischerbige Träger. Der genetische Test beruht auf der Amplifikation und Sequenzanalyse des betroffenen Gens. Es können reinerbig gesunde (N/N), mischerbig (N/H) und reinerbig betroffene Pferde (H/H) voneinander unterschieden werden

-------

Für Fragen hierzu und zu Ihren Quarter Horse Stuten, sprechen Sie uns bitte an, gerne beraten wir Sie ausführlich zu diesem Thema.