Anerkannter Ausbildungsbetrieb der Landwirtschaftskammer Niedersachsen!

Anlässlich der Neustrukturierung der Fachrichtungen in der Ausbildungverordnung für den Ausbildungsberuf Pferdewirt/Perdewirtin und dessen neuen Fachrichtungen, wurde eine Überprüfung der Eignung des Betriebes als Ausbildungsstätte und der des Ausbilders vorgenommen.
 

Für einen der ersten Betriebe in Deutschland ist diese Eignung nun von der Landwirschaftskammer Niedersachsen

für die Circle L Ranch als Ausbildungsstätte und Volker Laves als Ausbilder

für die Ausbildung als Pferdewirt/Pferdewirtin für die Fachrichtungen:

- Pferdehaltung und Service

- Pferdezucht

- Spezialreitweisen mit Einsatzgebiet: Westernreiten

per Bescheid bestätigt!

Information zum Ausbildungsberuf Pferdewirt – Fachrichtungen
Gültig ab dem 01. August 2010
 
Der Auszubildende sollte sich schon vor Beginn der praktischen Ausbildung für eine Fachrichtung entschieden haben. Ein Wechsel der Fachrichtung während der Ausbildung ist aber grundsätzlich bis zum Beginn des dritten Ausbildungsjahres möglich.
 
Pferdewirt – Fachrichtung Pferdehaltung und Service
Hier werden Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die eine große Bedeutung auch für die anderen Fachrichtungen haben. Der Pferdewirt dieser Fachrichtung ist für die Betreuung der Pferde und der Kunden des Betriebes verantwortlich. Fütterung, Haltung, Pflege, Stallbau, Umgang mit landwirtschaftlichen Geräten, Futterbergung, Weidemanagement, Gesundheitspflege, Veterinärkunde und Kundenorientierung werden hier intensiv vermittelt. Neben einem einfühlsamen Kontakt mit den Tieren ist ein gutes Auge für die Anlagen der Tiere notwendig. Der Umgang und das Bewegen (Reiten) von Pferden, der Kontakt
und das Anleiten von Kindern und Erwachsenen gehört hier zu den täglichen Aufgaben. Reiterliche Grundkenntnisse sollten schon vor Beginn der Ausbildung vorhanden sein. Durch den hohen Anteil an Service- und Dienstleistungen ist ein freundliches und sicheres Auftreten unbedingt erforderlich.
 
Pferdewirt – Fachrichtung Pferdezucht
Der Pferdewirt mit dieser Fachrichtung ist für die Entwicklung des Pferdes, von der Geburt bis zum ausgewachsenen Zucht- oder Sportpferd verantwortlich. Pferdezucht, Fütterung, Haltung, Pflege, Stallbau, Umgang mit landwirtschaftlichen Geräten, Futterbergung, Gesundheitspflege und Veterinärkunde werden hier vermittelt. Auch das Abprobieren und die künstliche Besamung von Stuten gehören zu den Inhalten der Ausbildung. In vielen Betrieben wird das Deckenlassen der Hengste im Natursprung durchgeführt.
Neben einem guten Kontakt mit den Tieren ist die Kenntnis der züchterischen Grundlagen und ein gutes Auge für die Anlagen der Tiere notwendig. Der Umgang mit den Zuchtstuten sowie der Kontakt zur Kundschaft gehört hier zu den täglichen Aufgaben.
 
Pferdewirt - Fachrichtung Spezialreitweisen
Diese Fachrichtung kann in Betrieben mit den Einsatzgebieten Westernreiten oder Gangreiten erlernt werden. Wie im Bereich der Klassischen Reitausbildung wird ein hohes Maß an Sportlichkeit, Kraft, Geschick und Ausdauer verlangt. Gute Reitkenntnisse sowie die Teilnahme an Turnieren vor Beginn der Ausbildung sind unbedingt erforderlich. Die rassespezifischen reiterlichen Fähigkeiten der jeweiligen Reitweise sollten sicher beherrscht werden, da die Grunderziehung und –ausbildung von Pferden zur Tätigkeit dazugehört. Voraussetzung sind Turniererfolge EWU LK2 oder vergleichbare, in anderen rassespezifischen Westernturnieren (z.B. AQHA, APHA).
 
Berufs-Anforderungen
Um die Ausbildung beginnen zu können, muss die Schulpflicht erfüllt sein. Vorteilhaft ist der Haupt- oder Realschulabschluss, da der Beruf fundierte theoretische Kenntnisse erfordert. Außerdem erleichtert eine höhere schulische Qualifikation das berufliche Weiterkommen.
Grundvoraussetzung für diesen Beruf ist das Verständnis für Pferde sowie die Bereitschaft, Erschwernisse, die die Tätigkeiten in diesem Beruf mit sich bringen, in Kauf zu nehmen. Dazu zählt nicht zuletzt die Arbeit an Wochenenden und Feiertagen. Der Umgang mit Tieren erfordert richtig verstandene Tierliebe, eine rasche Auffassung, Ausgeglichenheit, gute Beobachtungsgabe, schnelles Reaktionsvermögen sowie Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Wir empfehlen vor dem endgültigen Entschluss zur
Ausbildung ein ein- bis mehrwöchiges Berufspraktikum zu absolvieren. Von längeren Praktika (über Monate) wird abgeraten, da diese Zeiten nicht als Ausbildungszeiten anerkannt werden können.
 
Ausbildungsdauer
Die Berufsausbildung zum Pferdewirt/zur Pferdewirtin dauert grundsätzlich drei Jahre. Sie kann auf zwei Jahre verkürzt werden, wenn der Auszubildende eine Abschlussprüfung in einem anderen Beruf vorweist oder die allgemeine Hochschulreife bzw. den schulischen Teil der Fachhochschulreife erworben hat. Alle Auszubildenden mit einer Lehrzeit von drei Jahren können vor Beginn der Ausbildung die Berufsfachschule Klasse 1 - Agrarwirtschaft (BFS I) durchlaufen. Voraussetzung zur Aufnahme ist der Hauptschulabschluss.
Am Ende der BFS I steht eine Prüfung in Fachtheorie und Fachpraxis. Dieses Jahr wird
auf die dreijährige Ausbildungszeit angerechnet, wenn Ausbilder und Auszubildender es bei Vertragsabschluss vereinbaren.

Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf finden Sie unter:

 www.lwk-niedersachsen.de