Zahlreiche internationale Gäste auf der Jubiläumsschau 25. Ride of America auf der Circle L Ranch

Für das 25jährige Jubiläum des Ride of America hatten sich das Team des Circle L Reitvereins Wenden e.V. und die Familie Laves einiges ausgedacht, um das Turnier zu einem Hochsommer-Höhepunkt der AQHA-Show-Szene zu machen. Dazu gehörten nicht nur sechs Tage bester Sport, sondern auch eine Gala Show mit FN Reining, Cowhorse Wettbewerben und rasanten Showeinlagen. Dank großzügiger Sponsoren lockten Bargeld und Sachpreise im Gesamtwert von 15.000 Euro.
 

 

Der Ride of America ist seit vielen Jahren nicht nur in der deutschen Quarter Horse Szene bekannt, sondern auch im Ausland beliebt. „In diesem Jahr kamen Reiter und Reiterinnen aus dem benachbarten Belgien, Dänemark, Luxemburg und den Niederlanden, aber auch aus dem hohen Norden wie Finnland, Norwegen und Schweden, um hier besten Westernsport zu erleben“, berichtet Volker Laves, Vorsitzender des Circle L Reitvereins Wenden e.V..

Der belgische Trainer Cédric Leroux hatte in diesem Jahr acht Pferde seiner Kunden aus Belgien, Frankreich und Norwegen mitgebracht. Eine seiner erfolgreichen Schülerinnen ist die norwegische Sara Skybak, die sich in Wenden über zahlreiche Siege und Platzierungen in Showmanship- Trail-, Horsemanship- und Hunter under Saddle-Prüfungen freute.

Eine Turnierreise durch ganz Deutschland unternahmen Satu Olkkonen, Mari Valkonen und Pirjo Marjanen aus Finnland: „Was uns hier besonders gefällt, ist die lockere Atmosphäre, in Finnland wird alles viel ernster genommen. Nächstes Jahr werden wir wiederkommen“, stellt Satu Olkonnen fest.

Auch das Richterteam war wieder international: Kenda und John Pipkin aus Amarillo, USA, Sylvia Jäckle aus Deutschland und Pierre Ouellet aus Italien bewerteten, die insgesamt 153 Pferd-Reiter-Paare fair und gaben auf Nachfrage auch gerne Auskunft zu ihrer Bewertung. Alle vier Richter haben auch schon die Europameisterschaft, Deutsche Meisterschaft oder die AQHA World Show gerichtet.

Jugend, wo bist du geblieben?

Mit Sorge betrachten die Turnierveranstalter nicht nur in Wenden die immer geringer besetzten Youth-Klassen. „Ich finde es traurig, dass in unseren Prüfungen nur noch so wenige starten“, meint dazu Michelle Labitzke. Sie konnte das Sechstages-Event mit einem Allaround Champion Titel, drei Circuit Champion-Titeln sowie jeweils Zweitplatzierungen in Youth Pleasure, Horsemanship und Showmanship abschließen. „Das hat sich mit den Preisgeldern diesmal richtig gelohnt“, freut sich Michelle, die in ihrem letzten Youth-Jahr noch auf der DQHA Nord Futurity und QH Landesmeisterschaft in Wenden starten wird.

Starke Amateure und viele „Ranch Reiter“

Stark besetzt waren hingegen die Novice-Amateur- und Amateur-Prüfungen sowie die rasseoffenen „CL-Klassen“ Moonlight Trail, Ranch Riding und Ranch Trail, in denen teilweise hervorragende Leistungen gezeigt wurden. Hier fühlte man sich spontan in die Westernturniere der ersten Stunde zurück versetzt, als Reiter mit Blue Jeans und kariertem Hemd noch das Bild dominierten und es keine Spezialisierung in Super-Slowmotion Pleasurer und Highspeed-Reiner gab.

Prall gefüllte Ränge auf der Jubiläums-Gala Show

Die Gäste der Gala Show erlebten eine bunte Mischung aus rasantem Barrel Race, beeindruckenden Lassokünsten des Trickropers Leo Holzknecht und ernstem Sport in der FN Reining Qualifikation Junge Reiter, Junioren und Senioren sowie EWU Qualifikation Working Cowhorse.

Zwischendurch wurde die Fairness-Trophy verliehen, diesmal an den Belgier Cédric Leroux, der Zuschauern, Teilnehmern und der Jury in den sechs Tagen durch „seine besondere Konstanz an Horsemanship“, wie Volker Laves es nannte, aufgefallen war. Er übernahm sichtlich gerührt die eigens gestaltete Bronze-Skulptur im Wert von 1.000 Euro.

Anschließend konnten die Gäste zu den heißen Countryrhythmen der Small Town Cowboys eine kesse Sohle aufs Parkett legen, zur Abkühlung sponserte der Circle L Reitverein Wenden e.v. anlässlich des 25. Turnier-Jubiläums Freibier.

Sechs harmonische Tage

In Anbetracht allgemein sinkender Teilnehmerzahlen zieht Volker Laves ein positives Resümee: „Wir haben in den sechs harmonischen Turniertagen viel guten Sport gesehen und alle viel Spaß gehabt. Dank großzügiger Sponsoren konnten wir als einziger AQHA-Turnierveranstalter die guten Leistungen mit Geld- oder Sachpreisen belohnen. Dieses Engagement wollen wir weiter intensivieren, damit es sich für unsere Teilnehmer auch nächstes Jahr wieder lohnt, nach Wenden zu kommen.“

Bericht: Doris Jessen, Hamburg